Freitag, 4. Februar 2011

National Art Gallery & Museum of Civilization

Die letzten Tage war ich dann nocheinmal in zwei tollen Museen hier: Der National Arts Gallery und dem Museum of Civilization oder Musée canadien de civilisations. Im ersten hab' ich mir eine Ausstellung canadischer, modernen Kunst angesehen, und obwohl ich oft nicht so ein Fan von moderner Kunst bin, hat mir diese Ausstellung doch sehr gut gefallen, was wahrscheinlich daran lag, dass es viele Installationen und interessante Projekte gab, und der Fokus nicht auf diesen mondernen Bildern lag, bei denen man meistens nicht erkennen kann, was der Künstler damit - mal abgesehen von Chaos und Verlorenheit - sagen will. Auch, wenn es wahrscheinlich Spaß macht, solch ein Bild zu malen - anschauen tu ich mir sowas nicht gerne zu Hauf...

Wie dem auch sei, besagte Ausstellung lief unter dem Namen It is what it is und wenn man dann den letzten Raum erreicht, leuchten einem die Worte  It is what it is, it was what it was entgegen.
Das schließt die Ausstellung meiner Meinung nach ziemlich gut ab, ebenso, wie es sie zusammenfasst.
Denn auch, wenn es alles canadische, moderne Kunst ist, die ausgestellt wird, so ist dies doch der einzige gemeinsame Aspekt, den die Künstler und ihre Werke hier teilen. So gibt es zum Beispiel Photos von Chinas ehemals schönen, prächtigen Gebäuden, heute direkt neben einer Baustelle, phantasievolle Landschaften mit vielen Spiegeln und grellen Farben, ein Miniaturhaus, das an den japanischen Anime Das Schloss im Himmel erinnert, und ein paar Kurzfilme. Und natürlich noch viel mehr ;)

Dabei ist die Architektur der Art Gallery besonders toll. Die Räume wirken nie einsam oder leer oder gar traurig, wie es meiner Meinung nach im Folkwang Museum in Essen vorzufinden ist. Man fühlt sich einfach wohl, wenn man durch die Gänge und Räume schlendert :)



Gestern war ich dann noch im Museum of Civilization, auf der Gatineau Seite, in Québec.
Allein das Gebäude sieht schon sehr beeidruckend aus, da es wirklich ausgefallene Formen vorzuweisen hat und kaum Ecken, sondern viele Rundungen. Das kommt natürlich auch innen drin im Gebäude selbst zum Vorschein. Es macht eine Menge Spaß, durch das Museum zu laufen und es gibt sogar ein ziemlich großes Kindermuseum, das total liebevoll gestaltet ist. Die Kinder rennen da praktisch einmal um die Welt und lernen etwas über die verschiedenen Kulturen - früher und heute. Also, meinem kleinen Gastbruder hat es sehr gefallen und ich war auch ganz beeindruckt, wie detailliert das alles gestaltet ist. Das ist aber im ganzen Museum der Fall.

Natürlich ist die riesige Indianerausstellung meine liebste. Die Totems sind einfach beeindruckend, wie sie bis zur Decke, die nicht gerade niedrig ist, ragen. Es gibt jede Menge Kunst aus der Zeit und nachgestellte Häuser sowie Räume, in denen Indianerlegenden vorgestellt werden - in Form von Texten, Hörbüchern oder kurzen Filmen, in denen Indianer etwas von ihrer Kultur erzählen. Außerdem gibt es auch einen Raum, in dem der Schwerpunkt darin liegt, zu zeigen, wie Indianer ihre Kultur heute leben und mit den amerikanischen/europäischen Einflüssen umgehen. Interessant war dann auch zu sehen, wie sich das Leben der Indianer - vor allem in eben in Canada - verändert hat, als die Weißen ihr Land betraten.
Gewisse Gewohnheiten und Kulturen zu übernehmen ist normal - das machen die Menschen heute auch. Was ist schon interessanter, als etwas Neues? Da denkt man manchmal auch nicht daran, dass das, was man hat, vielleicht viel wertvoller ist.
Nichtsdestotrotz ist das aber auch der Grund, warum manche Kulturen verlorengegangen sind und andere sich wiederum entwickelt haben.

Weiterhin zeigt das Museum sozusagen die Entstehung und Entwicklung Canadas so wie wir es heute kennen. Ein Rundgang stellt wichtige Persönlichkeiten da - in Krieg, Politik, Architektur, Musik, Kunst und Literatur. Aber Menschen vergessen, dass es andere Menschen waren, die dazubeigetragen haben, dass wir heute sein können, was wir sind. Und doch erinnern uns alltägliche Dinge eigentlich daran. Man muss nur auf den canadischen 20$ Schein schauen. Er zeigt die Schriftstellerin Gabrielle Roy (1909-1983) und zitiert: Nous connaîtrions-nous seulement un peu nous-mêmes, sans les arts? // Could we ever know each other in the slightest without the arts?
Ein kleines Stück canadische Kultur ist ebenfalls auf dem 5$ Schein vorzufinden, wo auf der Rückseite ein paar hockeyspielende Kinder abgebildet sind und neben an, in ganz klein, der Anfang des hier sehr populären Kinderbuches The Hockey Sweater abgedruckt ist. Das Buch ist im französischen Original von Roch Carrier und erzählt die Geschichte eines Jungen, der ein total Hockeyfan ist, dann aber aus dem Trikot seiner Lieblingsmannschaft rauswächst und von seiner Mutter dazu gezwungen wird, dass das Trikot einer anderen Mannschaft zu einem Hockeyspiel mit Freunden zu tragen. Da jedoch keiner diese Mannschaft mag und die kleinen französischen Canadier offensichtlich einen starken Nationalstolz haben, wird der Junge gefoult und darf schon nach kurzer Zeit nicht mehr mitspielen. Am nächsten Tag geht der Junge in die Kirche und betet, dass doch bitte ein paar Motten das Trikot zerfressen sollen, sodass er ein neues bekommen kann.. xD

Die Geschichte mag unter ein paar Aspekten vielleicht etwas seltsam sein, aber auf dem Schein ist ja nur der erste Satz abgedruckt, der Canada sehr clichéehaft zusammenfasst.

Nous vivions en trois lieux : l’école, l’église et la patinoire; mais la vraie vie était sur la patinoire... // We lived in three places - the school, the church and the skating rink - but our real life was on the skating rink...

Ich find's aber irgendwie auch ganz nett so ;P

Und jetzt genug gelabert. Die Photos, bitte! ;)











Montag, 31. Januar 2011

Montréal :]






Vergangenes Wochenende war ich also in Montréal und ich kann echt einfach nur behaupten, dass es eine wundervolle Stadt  ist!
Im Winter schläft sie wohl etwas, da die Leute nicht wirklich Lust haben, irgendetwas zu machen, wenn es draußen so kalt ist, aber die Architektur ist auch total anders, als in Ottawa. Europäischer. Französisch :)

Am Samstag stand die Besichtigung von Vieux Montréal auf dem Plan. In der Altstadt kann man viele Kirchen, Kathedralen und andere alte Gebäude finden, ebenso wie ein Chinatown und natürlich ganz viele Geschäfte. Aber wenn's ums Shoppen geht, dann ist la ville intérieure / Underground City definitiv der beste Ort. Und das heißt nicht umsonst unterirdische Stadt, denn der ganze Komplex ist wirklich rieeesig! Es liegt praktisch direkt unter dem Herzen der Stadtmitte und somit gibt es ganz viele Zugänge, und man ist mit der Métro verbunden.
Besonders im Winter eine sehr gute Sache ;D

Am Sonntag hab' ich dann auch einen Eindruck von dem modernen Teil der Innenstadt bekommen, mit den vielen Bürogebäuden und modernen, gigantischen Hochhäusern, die man direkt neben kleinen, altmodischen Bauten findet. Teilweise sind die alten Kirchen echt eingekesselt, von ihren Nachbarn, den Wolkenkratzern, aber irgendwie verleiht das Montréal auch einen gewissen Charme und Charakter.

Außerdem hab' ich auch das Olympiastadium gesehen, ebenso wie Le Biodôme, der direkt nebenan steht. Unter der Kuppel befindet sich eine Art Zoo. Es gibt 4 Sektoren, unterteilt in verschiedene Klimazonen der Erde. Im ersten Teil findet man sich in einem Urwald wieder, mit Papageien, Aligatoren, Affen und ganz vielen Palmen und tropisch feucht-schwüler Luft xD
Der Wasserfall ist dabei besonders schön!
Anschließend kommt man ins canadische Klima, es gibt Biber, Otter, einen Lux, ganz viel Wald und es herrscht ewig Herbst :)
Die Biber zu beobachten, wenn sie im Wasser herumtollen oder ihre Wasserhäuslein bauen, ist dabei wirklich beeindruckend und macht eine Menge Spaß (man kann den See auch von einem unteren Level sehen, sodass man die Tiere auch unter Wasser sehen kann) !

Dann gibt es noch das Ökosystem des Saint-Laurent Golfs, also ganz viele riesengroße Glasscheiben, durch die man Meereswesen beobachten kann... und die kleinen Enten, die oben auf dem See schwimmen und dann immer ganz schnell untertauchen, um etwas zum Fressen zu suchen oder einfach nur um Spaß zu haben. Total niedlich! x)
Zu guter Letzt findet man sich, natürlich, in der Arktis und Antarktis wieder und kann den Pinguinen zusehen, oder anderen Vögeln.

Also, ich mag den Biodôme xP

So! Und jetzt genug geredet. Montréal ist eine wundervolle Stadt, hübsch, wenn auch nicht wirklich sehr alt. Es hat den Großstadtcharme, den es heutzutage braucht, um die Menschen zu überzeugen, ist aber nicht so übertrieben wie etwa Toronto oder NY. Tatsächlich ist hier alles auf Französisch. Es gibt eine Regel, die besagt, dass zuerst alles auf Französisch beschrieben, erkläre oder angeworben werden muss, erst dann kann ein kleinerer Hinweis auf Englisch unten drunter folgen. Im Biodôme selbst wurde sich um Englisch gar nicht erst wirklich bemüht xD
Aber wahrscheinlich ist es auch etwas das, was Montréal so ausmacht - das Französische :)





Basilique Notre-Dame de Montréal

von innen




hmmmm...

Lecker!!! xDD

Eating cupcakes






It's sooo pretty at night!! :)

<3








Mehr Bilder folgen. Mein PC will irgendwie heute nichts mehr hochladen :D

Samstag, 29. Januar 2011

Countdown?

Heute ist der 29. Januar und damit kann ich meinen Countdown der Tage, die mir hier in Ottawa und in Canada generell noch verbleiben, beginnen. Denn am 9. Februar geht mein Flug, und am 10. Februar bin ich wieder in Deutschland, und somit bleiben mit ab heute noch genau 10 Tage hier! =O

Ich muss also so langsam wirklich dem Ende meines halben Jahres hier ins Auge blicken und ich tue das mit gemischten Gefühlen, denn ich habe mich hier in den vergangenen 5 Monaten gut eingelebt und in Ottawa ein 2tes Zuhause gefunden, dass für mich immer da bleiben wird. Ein Teil von mir gehört jetzt hier hin und ein Teil von mir wird auch immer hier bleiben.
Aber genauso, wie nach Polen fahren für mich immer wie nach Hause kommen ist, ist auch mein Flug nach Deutschland ein Weg in mein Zuhause  - dort, wo es so viele Menschen gibt, die mir viel bedeuten und die ich jetzt seit einem halben Jahr nicht mehr in den Arm nehmen konnte und die ich vermisse: meine Freunde und meine Familie.

Aber wie gesagt: Der Countdown läuft und für das Wochenende steht erstmal Montréal auf meinem Plan!
Da wird es dann sicherlich auch so Einiges zu berichten geben, denke ich.

Bis dahin verabschiede ich mich mit diesem sinnlosen Eintrag ;)

Te quiero a todos die Spanisch verstehen! :)

Donnerstag, 20. Januar 2011

Januar!

Oh mein Gott! Ich habe meinen Blog die letzten Tage echt vernachlässtig, und das ist nicht, weil hier nichts passiert, worüber man schreiben könnte, sondern vielmehr, weil die Zeit.. und vielleicht auch etwas die Motivation fehlen. Mein Aufenthalt in Canada neigt sich dem Ende zu, und das merke ich nur zu gut, wenn ich daran denke, dass viele meiner Freunde hier bald auch nach Hause fliegen müssen. :'(

Trotzdem: die letzten Wochen(enden) waren einfach super lustig. Ich habe das Snowboarden für mich entdeckt und war auch mal wieder nach langer Zeit Skifahren - Snowboarden finde ich aber denfinitv beruhigender, auch, wenn ich das vor 2/3 Wochen erst zum ersten Mal gemacht habe xD

Dann hat auch noch der Rideau Canal teilweise aufgemacht, sodass ich mit meinen Freunden auf ca. 5 km Eislaufbahn unter freiem Himmel Schlittschuh laufen konnte! Ich liebe es einfach! =D
Besonders die kleinen Zwischenstopps, um einen leckeren Beaver Tail zu verzehren. haha :D

Und dann gibt es hier auch in vielen Nachbarschaften kleine private Eislaufplätze, auf denen dann mit Freunden Hockey gespielt wird - super Sache !! xD

Okay, ich bin heute kein Mensch großer Worte. Hier ein paar Bilder:
Ich liebe euch !! <3










Mehr Bilder folgen dann, wenn ich die auch mal von den anderen bekommen habe xDD
;)

Samstag, 18. Dezember 2010

It's Christmas Time :)

Ich liebe unseren Tannenbaum! <3

Ferien!! Montag ist offiziell mein erster Ferientag, aber für mich haben die Ferien natürlich schon mit dem Wochenende angefangen. Nur noch 5 Tage, und dann ist auch schon Weihnachten! =O
Natürlich ist hier schon alles sehr weihnachtlich - seit dem 2.Dezember leuchtet die Stadtmitte in Weihnachtstönen und die Bäume sehen aus wie bunte Cupcakes, da die Lichterketten teilweise nur in den Kronen hängen und somit nur diese beleuchten. Ich muss demnächst mal ein schönes Photo davon machen :)

Hier ein paar Bilder von der Zeremonie, die vor dem Anknipsen der Lichter gehalten wurde. Es gab Marshmallows, heiße Schokolade und jede Menge Beaver Tails, dazu eine Rede von einem Ministerpräsidenten und zum Schluss eine Lightshow am Parlamentsgebäude und Feuerwerk :)
überall Canada-Flaggen =O



Feuerwerk!!







Ich liebe diese Lightshows einfach zu sehr! =D

Außerdem haben wir unseren Weihnachtsbaum auch dekoriert und unser Haus ist mit der Weihnachtsdeko, den Lichter und den sich bewegenden Rentieren definitiv nicht zu übersehen xD

 

Sissy setzt den Engel auf die Spitze :)

ich mach iwann noch ein besseres Photo ;)


Am Donnerstag war ich dann mit meinem Spanischkurs mexikanisch Essen (2.Stunde) und mit meinem Französischkurs ging es dann auf zu einem kleinen Restaurant, um Falafel oder Shawarma zu essen. Das war die Idee meiner Französischlehrerin, die eh total cool ist. xD

Die fragt uns Deutsche immer, ob wir dies und das auch kennen und ob wir denn hier und dort waren. Als sie dann erfahren hat, dass wir noch nie Falafel gegessen haben, war das der Grund für unseren Fieldtrip :P Das Restaurant ist so wundervoll (und das Essen so lecker), dass ich da bestimmt nochmal hingehen werde. An den Wänden hängen überall diverse Bilder aus Glas und teure, kunstverzierte Türen sind in die Wände eingelassen. Die eine Tür ist eine Sonderanfertigung und hat den Besitzer 10.000 CAD gekostet!! Ich weiß ja nicht, woher der Typ das Geld hat, aber von dem Restaurant kann das nicht kommen :D Falafel ist aber auf jeden Fall total lecker und der Eistee (Rose Water, nennen die das) ist einfach genial!! P:


Sogar die Decke sieht einfach nur genial aus! :)

okay Leute: gaaaanz rechts könnt ihr die 10.000 CAD-Tür sehen xD



Falafel!!! =D
Ja, und dann hab ich noch mit Ella, Juanita und Exie ein Gingerbreadhouse / Lebkuchenhäuschen 'gebacken' und verziert :) Das Resultat sieht jetzt vielleicht nicht sehr überzeugend aus, schmeckt aber total gut! ;D

Kama hat sein Weihnachtsgeschenk schon bekommen und ist jetzt Kama-Santa :P


Meine Seite des Hauses - die sah noch gut aus!! xDD jk


Der letzte Schultag war dann kein richtiger Schultag mehr. Die Stunden waren alle auf 45 Minuten verkürzt und es gab keine Pause, Traveltime wurde auf 2 (!!) Minuten verkürzt, was echt gestört ist... die Leute kamen immer zu spät xD Am Ende gab es dann eine ca. 1-stündige Pause, und dann kam die Talentshow. Größtenteils waren das einfach Musikvorführungen, die auch ganz nett waren. 3 Mädels haben (2 Gitarren und 1 Piano) ein Cover von Coldplay's The Scientist vorgetragen, der Gitarrenlehrer hat eines seiner eigenen Stücke vorgespielt (sehr genialer Mensch :)) und es gab auch etwas Klassik von 2 Asiaten (Klavier+Geige) aus meinem Mathekurs (ja, sehr stereotypisch, ich weiß xDD)... das Stück war auch ganz nett, nur viel zu lang und die Schüler hatten echt Schwierigkeiten zuzuhören.. ganz ehrlich, die waren total unhöflich..als die keinen Bock mehr hatten, haben die angefangen zu klatschen und dann einfach gelabert ôO 

Dann gab es noch einen Chinesen, der Klavier gespielt hat (auch Klassik); das fanden aber alle total genial. War auch nicht so lang und wirklich gut! Der hat dann auch noch einen Gag-Gesang mit einem anderen Typen gemacht  :D
Es folgte ein Typ, der gerappt hat, einmal auch für seine Mama (sehr lustig) xD
haha. dann gab es natürlich noch 2 Typen, die Gitarre gespielt und gesungen haben (: hihi  /D
und eine Dancecrew, die zum Ende hin sehr gute Stimmung verbreitet hat. Ich kannte sogar ein paar Leute, die performt haben :)


Schulsprecher als Weihnachtsmänner :P


The Scientist :)

Schokobär von meiner Französischlehrerin  - yummieee P:

Und ein paar Tage davor hab ich mir mit meiner Gastmutter und Ella ein Theaterstück angesehen. Nativity ist eine Komödie über die Geburt Jesu, also passend zur Weihnachtszeit. Mir hat das Stück echt gut gefallen. Die Geschichte in Kurzversion: ein Paar hat sich im Theater verirrt und sucht dort 'Zuflucht' für die Nacht. Die beiden heißen Maria und Josef und tauchen während des Stücks immer wieder zufällig auf der Bühne auf. Das Stück selbst, währenddessen, handelt von der typischen Weihnachtsgeschichte, nur, dass es 3 Kojoten gibt, die hungrig sind und das Kind für ein Lamm galten und sich deshalb als die 3 Weisen aus dem Morgenland ausgeben, und somit Josef austricksen, der Sprengstoff, irgendetwas Giftiges und eine Falle (so ein Metall-Zuschnapp-Teil) für Weihrauch, Myrre und Gold hält :D Die Kojoten gehen mit dem Kind 'nach draußen' um es sich besser ansehen zu können und klauen so das Kind während Maria mit den echten Königen zurückkehrt. Es gibt eine Verfolgungsjagd im Theater; die Soldaten kommen und wollen das Kind töten, aber die Kojoten (die sich übrigens als Schäfer verkleidet haben) sagen, es wäre ein Schaf und so retten sie das Jesuskind und bekommen im Gegenzug Fleisch zu essen. Als ganz am Schluss alle Schauspieler auf die Bühne kommen, um ihren Applaus entgegenzunehmen, taucht nochmal das 'Paar' auf  - Maria hat ihr Kind bekommen: es ist ein Mädchen :)

Das Theaterstück war etwas wie ein Musical, es gab also ziemlich viel Gesang und die Schauspieler haben oft in lustigen Reimen gesprochen :) Besonders gut haben mir die Kostüme und generell die Rolle der Kojoten gefallen, da die einfach zum Wegschmeißen lustig waren :D Wiederum genial war die Szene, in der die Soldaten die Kinder umbringen. Die Bühne wurde dunkel und erstrahlte in Rottönen während rote Stoffe von der Decke hingen, die dann zu einer Art Trommelschlag runtergerissen wurden und mit Wucht auf den Boden geschlagen wurden - ich finde, das hat das Blut ziemlich gut symbolisiert :)